Ein Schwerbehindertenausweis bringt viele finanzielle und praktische Vorteile mit sich. Welche Variant es gibt und wie ihr ihn beantragt, findet ihr auf den Seiten des Landesamt für Gesundheit und Soziales im Saarland. Zusätzlich zum Behindertenausweis kann man sich auch eine Wertmarke für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV, Bus und Bahn) ausstellen lassen. Je nach Grad der Behinderung und Behinderten Kennzeichen ist diese Wertmarke kostenlos oder kostet einen geringen Jahresbetrag. Bei Downsyndrom wird in der Regel das Merkzeichen H vergeben. Mit diesem Merkzeichen ist die Wertmarke kostenlos. Nähere Infos dazu findet ihr unter https://www.myhandicap.de/recht-behinderung/schwerbehindertenausweis/merkzeichen/freifahrt/.

 

Falls der Schwerbehinderten Ausweis abgelaufen ist, einfach eine formlose EMail an das Landesamt für Soziales (schwerbehinderung@las.saarland.de) mit der Bitte um Verlängerung. Name und Geburtsdatum des behinderten Menschen reichen.

 

 

 

Eine Schülerin mit Down-Syndrom hat den Vorschlag für einen „Schwer- in-Ordnung-Ausweis“ gemacht. Ein Junge folgt nun ihrem Beispiel.

Hannah, eine Schülerin mit Down-Syndrom, mag das Wort „Schwerbehindertenausweis“ nicht und schlägt stattdessen das Wort „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ vor. Jetzt will sogar eine Behörde wirklich so ein Dokument ausstellen.

Die 14-Jährige aus Pinneberg bei Hamburg hat vor kurzem ein Gedicht geschrieben, in dem sie sich das Leben mit dem neuen Dokument ausmalt: „Der Bus kommt, ich steige ein und zeige stolz meinen neuen Ausweis vor“, heißt es da unter anderem.

Hannah erhielt dafür vor allem in sozialen Netzwerken viel Zuspruch. Nun will ein behinderter Junge dem Beispiel folgen und einen „Schwer-in- Ordnung-Ausweis“ haben. Er habe einen entsprechenden Antrag beim Hamburger Versorgungsamt gestellt, berichtete Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) bei NDR 90,3. Man wolle dem Antrag des Jungen stattgeben, sagte sie. „Das zeigt deutlich: Menschen mit Behinderung empfinden sich als ganz normale Menschen, als Teil dieser Gesellschaft, und sie haben keine Lust von Dritten immer als eine bestimmte Gruppe klassifiziert zu werden.“

Der offizielle Schwerbehindertenausweis wird nach Angaben der Behörde aber weiterhin benötigt. Dennoch wolle die Verwaltung unbürokratisch auf die „herzerweichende Geschichte“ reagieren, sagte ein Sprecher. Wie das Begleitdokument aussehen soll, sei noch offen, berichtete die Senatorin. Den geänderten Namen werde er auf jeden Fall tragen.

Hannah hatte in der Herbstausgabe des Magazins „Kids Aktuell“ ihren Wunsch gedichtet. Die Familie war von den Reaktionen „völlig überrumpelt“, wie ihre Mutter dem „Pinneberger Tageblatt“ sagte. „Für die Sache ist es aber etwas Gutes.“ Ihre Tochter sei zunächst „total verunsichert“ gewesen, bevor sich ihre Freude durchgesetzt habe. (dpa)

Anmerkung Saar 21: Unsere Mitgliedsfamilie Bethscheider hat das mal mit Erfolge ausprobiert. Das Ergebnis ist überzeugend.

Loris

 

Wenn einer eine Reise tut…..und das mit dem Pkw, da kommt er irgendwann auch mal in die Situation, die Toilettenanlagen der Autobahnraststätten benutzen zu müssen.

Oft heißt das gerade für uns:

Lange, nicht absehbare Wartezeiten und – schlangen
Kleine Toilettenkabinen, d.h. schwierig mit zusätzlicher Begleitperson
Wenig Platz zur Hilfestellung bei hygienischen Belangen, wie Windel -oder Einlagenwechsel
Keine Waschgelegenheiten in greifbarer Nähe

Deshalb möchte ich Euch hier den sogenannten EURO- Schlüssel empfehlen.

Damit können viele öffentliche Behinderten-WCs (die mit einheitlicher Schließanlage) genutzt werden- behindertengerechte Toilettenanlagen in Städten der Bundesrepublik, Schweiz, Österreich und evtl. Frankreich, sowie Autobahntoiletten.

Bestellung und Infos zum Euroschlüssel über:

www.cbf-da.de

(Bestellung Schlüssel ca. 23 € mit „Locusverzeichnis“ ca. gesamt 30 €)

Hilfreiche Tipps zu Reise- und Reiseorganisation unter

www.myhandicap.de

Gute Reise – Gute Zeit

Eure Jutta mit Anna

(Stand Februar 2019)